Stromanbieter
Am 19. Februar 1997 wurde der deutsche Strommarkt liberalisiert. Ab diesem Zeitpunkt dürfen auf den Strommarkt auch andere Stromanbieter ihren Strom anbieten und verkaufen.
Die Liberalisierung des Marktes hat jedoch zu einer Konzentration der vier größten Energiekonzerne geführt, die den Markt weitestgehend beherrschen. Das liegt jedoch auch an der Stromproduktion, diese vier Konzerne stellen in Ihren Kraftwerken etwa 85% des gesamten Stroms her.
Die Folge ist, dass die Energiepreise kontinuierlich ansteigen und oftmals über dem Niveau der Liberalisierung liegen. Nebst den vier großen Überregionalenversorgern auf dem Energiemarkt, gibt es eine Vielzahl an alternativen Stromversorgern. Doch nur die wenigsten von ihnen verfügen über nennenswerte Kapazitäten. Sie müssen sich den Strom entweder an der Börse oder bei den vier großen Konzernen kaufen. Ein weiterer Kostenfaktor der Energielieferanten ist das Nutzungsentgelt. Das Nutzungsentgelt macht etwa 36 Prozent des Strompreises aus. Je verbrauchter Kilowattstunde zahlen Haushalte über 7 ct pro Kilowattstunde. Eine rasche und baldige Senkung ist nicht in Sicht, da enorme Investitionen in das Stromnetz von Nöten sind.
Die Nachfrage nach Strom steigt in Deutschland jährlich lediglich um 0,5 Prozent. Die Möglichkeiten zum exponentiellem und organischen Wachstum sind für Stromanbieter begrenzt, zudem haben 100 Prozent der deutschen Haushalte einen Stromanbieter. Den Energiemarkt beherrscht ein gegenseitiges abwerben der Kunden durch die Stomlieferanten.
